Kirche mit QR-Code. am Berliner Ring.

Evangelische Autobahnkirche Zeestow am Berliner Ring

A10 Berlin (Spandau) - Brieselang

Die Autobahn- und Gemeindekirche liegt am Berliner Ring zwischen der Anschlussstelle Falkensee und der B 5 an der Abfahrt Brieselang/Zeestow (Nr. 27).

 

Google Maps-Link: 52.571389 12.959444

Anfahrt

Die Autobahnkirche ist aus beiden Fahrtrichtungen zu erreichen. Sowohl in Richtung Falkensee als auch in Richtung Potsdam ist sie an der Autobahn ausgeschildert. Zusätzlich leitet noch ein Hinweis auf der Landstraße Autofahrer zur Kirche.

Öffnungszeiten

Das ganze Jahr über von  8.00 - 18.00 Uhr offen. 

Evangelische Autobahnkirche Zeestow am Berliner Ring

Besucher-Information
Gruppen können sich für Andachten und Kirchenführungen anmelden.

Parkmöglichkeiten
An der Kirche befindet sich ein großer Parkplatz für Pkw, auf dem auch einzelne Busse oder Lkw parken können. Große Lkw, besonders mit Hänger, können allerdings schlecht wenden.

Erreichbarkeit ohne Auto
Fußgänger und Radfahrer erreichen die Autobahnkirche bequem, da sie auch Gemeindekirche ist.

Barrierefreiheit
Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Menschen können über ebenerdige Zuwege und Eingänge problemlos in die Kirche gelangen.

Kontaktdaten

Vorsitzender der Kollegialen Leitung des Kirchenkreises Falkensee Pfarrer Dr. Bernhard Schmidt Bahnhofstraße 61 14612  Falkensee Telefon: 03322 127341
Kirchwart Hartmut Müller
Telefon: 033234 90200
Webseite: www.autobahnkirche-zeestow.de www.kirchenkreis-falkensee.de

Erste Autobahnkirche am Berliner Ring

Entstehungsgeschichte

Am 22. Juni 2014 wurde die Dorfkirche Zeestow als erste Autobahnkirche am Berliner Ring mit einem Festgottesdienst eröffnet. Vorher stand sie lange leer: Die Zeestower Kirche war seit vierzig Jahren nicht mehr von der Gemeinde genutzt worden. Die Renovierung hat fünf Jahre in Anspruch genommen und mehr als eine Million Euro gekostet. Es wurden Mittel der Europäischen Union, des Bundes, des Landes Brandenburg, der Landeskirche, des Kirchenkreises Falkensee und der Kirchengemeinde sowie der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KIBA) eingeworben.

Die Bettler sind die Berufenen

Architektur und Kunst

Die Kirche wurde Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet und besteht aus Backsteinen. Auf der Nord- und Südseite finden sich jeweils vier spitzbogige Fenster. Das Kirchenschiff ist mit einem Satteldach versehen. Auf der östlichen Seite des Daches steht ein Kreuz.

Im Osten hat die Kirche eine Dreiapsidengruppe mit spitzbogigen Fenstern und in der Mitte des Giebels ein Rundbogenfenster. Der Westturm ist quadratisch und eingezogen. Das achtseitige Obergeschoss des Turmes hat vier Schallöffnungen. Im Turm hängt eine Glocke von 1848. Die Kirche betritt man durch das spitzbogige Portal an der Westseite des Turmes. Die Zeestower Kirche ist von einem Friedhof umgeben, auf dem aber seit Mitte der 1960er Jahre keine Beisetzungen mehr stattfinden.

Im Rahmen der Eröffnung der Kirche wurde der Bilderzyklus „Die Berufenen“ vorgestellt – eine Darstellung der zwölf Jünger Jesu von Professor Volker Stelzmann. Der Zyklus umfasst zwölf nahezu lebensgroße Gemälde von Obdachlosen. Ihnen sind die Namen der zwölf Jünger Jesu zugeordnet. Zu jedem Gemälde gibt es einen QR-Code. Mit einem Mobiltelefon oder einem Tablet-Computer können die Besucher kurze Beiträge zu den jeweiligen Bildern von Jochen Westhof hören. 

Volker Stelzmann war Ende der 1980er Jahre in den Westen gegangen und verblüfft, dort Bettler zu sehen. Er hat hier seinen Zyklus „Die Berufenen“ genannt, da auch Jesus Bettler und Gesetzeslose in seine Nachfolge gerufen hat. Wenn das auch nicht auf alle Jünger zutrifft, so doch auf einige. Der Zyklus ist auch ein Versuch, von der mittelalterlichen Ikonographie zu einer postmodernen Interpretation von Nachfolge zu gelangen: In einer Gesellschaft wie der unsrigen, in der die Schere zwischen Arm und Reich trotz wachsenden Wohlstandes immer größer wird, ist es wichtig, daran zu erinnern, wen Jesus eigentlich im Blick hatte. Die den „Berufenen“ beigegebenen Attribute bilden eine Reminiszenz an die Jünger und an ihre Darstellung in der Kunstgeschichte.

Die Bilder des Zyklus sind in Mischtechnik auf Hartfaser gemalt, jedes ist 170 x 60 cm groß. Die 12 Bilder hängen jeweils zu sechst in einem Rahmenkasten links und rechts neben der Altarnische. So entsteht zusammen mit dem Chorraum der Eindruck eines Flügelaltars.

Dörfliche Ruhe und ein Freizeitheim

Umgebung

Die Autobahnkirche liegt nahe der Autobahnabfahrt mitten im Dorf und wird von einem Friedhof und vielen Bäumen eingeschlossen, so dass es in der Kirche selbst sehr ruhig ist. Vor der Kirche gibt es eine große Rasenfläche und ein kirchliches Freizeitheim, das auch für Übernachtungen genutzt werden kann. Behindertengerechte sanitäre Anlagen sind im Freizeitheim vorhanden. In weniger als 3 km Entfernung liegt als jüngste Attraktion Karls Erdbeerdorf Wustermark, ein Freizeitvergnügen für die ganze Familie.