Romanik. in der Magdeburger Börde.

Evangelische Autobahn- und Gemeindekirche St. Benedikt Hohenwarsleben

A2 Hannover - Berlin

Die Autobahn- und Gemeindekirche liegt zwischen der Anschlussstelle Bornstedt und dem Autobahnkreuz Magdeburg an der Abfahrt Irxleben/Hohenwarsleben (Nr. 67).

 

Google Maps-Link: 52.18 11.498889

Anfahrt

Die Autobahnkirche ist aus beiden Fahrtrichtungen zu erreichen. Sie steht in dem kleinen Ort Hohenwarsleben und ist durch Vorwegweiser in beiden Fahrtrichtungen gut ausgeschildert. Nach der Abfahrt folgen Sie den innerörtlichen Hinweisen.

Öffnungszeiten

Sommermonate von 8.00 - 20.00 Uhr
Wintermonate von 8.00 - 16.00 Uhr 

Gottesdienstzeiten

Gemeindegottesdienst jeden 2. Sonntag 

Evangelische Autobahn- und Gemeindekirche St. Benedikt Hohenwarsleben

Parkmöglichkeiten
An der Kirche stehen Parkplätze für Pkw zur Verfügung. Busse und Lkw können am Autohof LOMO abgestellt werden. Von dort sind es etwa fünf Minuten zu Fuß bis zur Kirche.

Erreichbarkeit ohne Auto
Fußgänger und Radfahrer erreichen die Autobahnkirche bequem, da sie auch Gemeindekirche ist.

Barrierefreiheit
Der Weg ins Kircheninnere führt über einige Stufen, so dass Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte die Kirche nicht ohne Hilfe erreichen können.

Kontaktdaten

Evangelisches Pfarramt Kirchplatz 1 39167  Niederndodeleben Telefon: 039204 863261 Webseite: regionalkirche.de/hohenwarsleben

Erste Autobahnkirche in Sachsen-Anhalt

Entstehungsgeschichte

Die romanische Dorfkirche in der Magdeburger Börde ist die erste Autobahnkirche in Sachsen-Anhalt. Sie dient in erster Linie als Gemeindekirche, und ihre Entstehungsgeschichte geht bis ins 12. Jahrhundert zurück. 

St. Benedikt war mehr als 20 Jahre geschlossen. Die Kirche wurde 1978 wegen Einsturzgefahr baupolizeilich gesperrt. Die Holzbalken waren so stark geschädigt, dass der Dachstuhl einzustürzen drohte. Die Gemeinde musste die Kirche dem Verfall überlassen, konnte jedoch das gesamte Inventar sowie die Orgelpfeifen retten. Um die Kirche zu erhalten, fehlten sowohl Geld als auch Materialien. Anfang der 90-er Jahre konnte dann zumindest die Turmhaube erneuert werden, doch ein Rückschlag folgte 1994, als der Dachstuhl der Vorhalle und Dachteile des westlichen Kirchenschiffs einstürzten. 1996 wurden im Rahmen des 22. "Evangelischen Kirchbautag" erste konkrete Überlegungen angestellt, St. Benedikt zu retten. Dank zahlreicher Fördermittel und Spenden konnten 1998 die ersten Bauarbeiten begonnen werden. Es wurden Sanierungsarbeiten vorgenommen, und es entstand u. a. auf der Empore ein beheizbarer Gemeinderaum, der durch eine Glaswand vom Kirchenschiff getrennt ist. Am 24. Dezember 1998 konnte die Gemeinde ihren ersten Gottesdienst nach 20 Jahren wieder in der Kirche feiern. Da schon damals klar war, dass das Gebäude für die knapp 200 Mitglieder zählende Kirchengemeinde zu groß geworden war, wurde ein Nutzungskonzept erarbeitet. Seit dem 21. September 2002 steht die Gemeindekirche nun nicht nur für regelmäßige Gottesdienste und kulturelle Zwecke offen, sondern dient auch als Autobahnkirche.

Alte Gemäuer mit Einblick

Architektur und Kunst

Eine erstmalige urkundliche Erwähnung findet die Dorfkirche um 1199, ihr Patronat oblag dem Kloster "Unser Lieben Frauen" zu Magdeburg. Etwa aus dieser Zeit, aus dem Jahr 1160, stammt auch das älteste Architekturteil, das sich eingemauert in der Ostwand befindet; es wird in der Kunstgeschichte als "Würfelfries" bezeichnet. Um 1200 dürfte bereits das sieben Meter hohe Untergeschoss des Turmes gestanden haben, um 1400 bestand eine steinerne Kirche. 

In die Außenmauer eingefügt ist ein spätgotisches Kreuzungsrelief mit Maria und Josef aus den Jahren 1470 bis 1490. Die Sakramentsnische hinter dem Altar und der Altarblock – Mensa und Stipes – weisen darauf hin, dass die Kirche um 1500 in den jetzt vorhandenen Abmessungen da gewesen sein muss. Sie befinden sich an ihrem ursprünglichen Ort. Da die Kirche in den Zeiten des 30jährigen Krieges stark baufällig geworden war, wurde sie weitgehend erneuert. Der Turm wurde aufgestockt, die Außenwände der Kirche wurden instandgesetzt, die Fenster vergrößert und anstelle des flachen Bogenabschlusses wurden Rundbögen eingesetzt. Der heutige Bau kann somit auf das Jahr 1664 datiert werden.

Im Zuge der Innen- und Außensanierung wurden im Putz Sichtfenster angelegt, die einen Einblick in die Lage und Gestalt der ehemaligen Kirchenfenster geben. Andere Sichtfenster gestatten den Blick auf den mittelalterlichen Putz, der erst während der Baumaßnahmen entdeckt wurde.

Für Leib und Seele

Umgebung

Direkt an der Autobahnabfahrt liegt neben einem komplexen Autohof ein Einkaufspark mit einem reichhaltigen Einkaufs- und Restaurantangebot. Hier lassen sich außerdem Übernachtungsmöglichkeiten finden. Von der Autobahnkirche sind es zudem nur etwa 13 km bis zur Landeshauptstadt Magdeburg.