Wasser und Glas. nahe Rhein und Main.

Evangelische Autobahnkirche Medenbach

A3 Köln - Frankfurt

Die Autobahnkirche liegt zwischen der Ausfahrt Wiesbaden-Niedernhausen und dem Wiesbadener Kreuz an der Tank- und Rastanlage Medenbach-West.

 

Google Maps-Link: 50.095278 8.351944

Anfahrt

Sie erreichen die Autobahnkirche nur in Richtung Frankfurt. Sie wird 5.500 m, 1000 m und 600 m vor der Tank- und Rastanlage angekündigt.

 

Öffnungszeiten

Das ganze Jahr über Tag und Nacht offen.

Besucher-Informationen
Die Autobahnkirche ist in erster Linie ein Ort der Einkehr und des Gebets. Pastorale Angebote werden rechtzeitig durch Aushang in der Autobahnkirche, durch die örtliche Presse und auf der unten stehenden Internetseite bekannt gegeben.

Parkmöglichkeiten
Ausreichend Parkmöglichkeiten für Pkw, Busse und Lkw an der Tankstelle und am Rasthaus.

Erreichbarkeit ohne Auto
Fußgänger und Fahrradfahrer erreichen die Autobahnkirche von Medenbach aus über einen Zuliefererweg, der für den öffentlichen Autoverkehr gesperrt ist.

Barrierefreiheit
Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Menschen gelangen über ebenerdige Zuwege und Eingänge problemlos in die Kirche.

Kontaktdaten

Evangelische Kirchengemeinde Medenbach In der Hofreite 8 65207  Wiesbaden Telefon: 06122 13110 Telefax: 06122 17525 Webseite: www.autobahnkirche-medenbach.de

Die erste Autobahnkirche in Hessen

Entstehungsgeschichte

Lange vor dem Bau der Autobahnkirche gab es den Gedanken, einen Ort der Ruhe an der vielbefahrenen Autobahn zu errichten. Diese Idee scheiterte jedoch an den finanziellen Möglichkeiten der Hessen-Nassauischen Landeskirche bzw. des Bistum Limburgs. Doch durch die private Stiftung eines Geschäftsmannes konnte die Autobahnkirche in Medenbach dann endlich gebaut werden.

Am Anfang stand der Architekturwettbewerb "Autobahnkirche Medenbach", der durch die großzügige Spende möglich wurde und an dem sich insgesamt achtzig Architekturbüros beteiligten. Sieger war im Jahr 1998 Professor Hans Waechter, Diplom-Ingenieur und Architekt. In der Ausschreibung des Wettbewerbs hieß es: "Die Kirche soll durch ihre Fernwirkung erkennbar sein. Wegführung und Eingangsgestaltung sollen einladend wirken. Die Innenraumqualitäten der Kirche unterstützen Meditation, Einkehr und Gebet. Besondere Bedeutung wird der künstlerischen Ausgestaltung beigemessen. Das christliche Gedankengut sollte in den Entwürfen in ihrem inhaltlichen und gestalterischen Ansatz zum Ausdruck gebracht werden." Am 30. März 2001 wurde die Kirche eingeweiht.

 

Stille im hellen Licht

Architektur und Kunst

Schon von weitem wecken der markante Bau und das schräg geneigte Glasdach Interesse. Man nähert sich der Kirche von Norden oder Süden und in drei Stufen – weg von der Hektik der Autobahn in die Stille mit Gott. 1. Stufe: Der Besucher betritt einen längsgerichteten Außenraum mit einem Dach aus sieben Bäumen. Die Außenmauern, das Baumdach und das Knirschen des Kiesbodens mindern den Lärm von der Autobahn. Betonbänke zwischen den Bäumen laden zu einer Rast. 2. Stufe: Durch eine der zwei großen Öffnungen betritt man das quadratische Atrium. Neun Wassersprudler im Boden und der nach außen geschlossene Kreuzgang entfernen den Besucher weiter aus der Autowelt. Der Lärm der Autobahn wird jetzt von dem Rauschen des Wassers übertönt. Glastüren erlauben den Blick in die Kirche. 3. Stufe: Im Kirchenraum steht der Besucher unter dem steil aufragenden, im 45°-Winkel geneigten Glasdach. So wird der Himmel in den allseits geschlossenen Kirchenraum einbezogen. Es entsteht ein Rückzugsort in die Stille, der aber nicht düster und weltabgewandt wirkt, sondern hell und belebt.

Die Innenraumgestaltung übernahm der Künstler Prof. Nikolaus Gerhart aus München. Als Altar dient ein Granitquader, der in seinem Innern ein Kreuz trägt. An der Altarwand sind Kunststeinplatten so angeordnet, dass der Zwischenraum der vier Plattenflächen eine Kreuzform ergibt. An der Ziegelwand erinnern parallel angebrachte Vorsprünge an die Jakobsleiter (Gen 28,10-22). Im Zentrum der Grundfläche steht ein Kerzenleuchter – ein Symbol für Jesus Christus, das Licht der Welt. Das Glasdach ist von dem Glaskünstler Prof. Johannes Schreiter aus Langen gestaltet worden, es zeigt in Blautönen eine Auferstehungsszene: Aus dem blauen Grab entschwindet etwas Weißes, schwer Fassbares nach oben. Auch zwei Betende sind beteiligt – angedeutet durch die gen Himmel erhobenen Hände unten links und rechts. Darüber hinaus lässt das Glasdach dem Betrachter Raum für eine eigene, freie Interpretation.

Hinter Bäumen

Umgebung

Die Autobahnkirche befindet sich in unmittelbarer Nähe einer Tankstelle und eines Rasthauses. Beide Gebäude werden durch umgebende Bäume von der Autobahn getrennt. Von der Autobahnkirche sind es zudem nur etwa 15 km bis nach Wiesbaden und etwa 35 km nach Frankfurt/Main.