Ein Leuchten. vor Weimar.

Evangelische Autobahn- und Gemeindekirche Gelmeroda

A4 Eisenach - Dresden

Die Autobahn- und Gemeindekirche liegt zwischen den Anschlussstellen Nohra und Apolda an der Abfahrt Weimar (Nr. 49).

 

Google Maps-Link: 50.950278 11.300278

Anfahrt

Sowohl in Richtung Eisenach, als auch in Richtung Dresden gibt es touristische Hinweisschilder mit einer Zeichnung der Kirche bei ca. 2,5 km. Die Autobahnkirche ist aus beiden Fahrtrichtungen über die B 85 in Richtung Weimar zu erreichen.

Öffnungszeiten

Sommerzeit von 8.00 - 20.00 Uhr
Winterzeit von 8.00 - 16.00 Uhr

Gottesdienstzeiten

Jeden Sonntag 11.00 Uhr Gemeindegottesdienst.

Evangelische Autobahn- und Gemeindekirche Gelmeroda

Parkmöglichkeiten
Vor der Kirche befindet sich ein großer Parkplatz mit einer Wendemöglichkeit für Pkw, Busse und Lkw.

Erreichbarkeit ohne Auto
Fußgänger und Radfahrer erreichen die Autobahnkirche bequem, da sie auch Gemeindekirche ist.

Barrierefreiheit
Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte gelangen über ebenerdige Zuwege und Eingänge problemlos in die Kirche.

Kontaktdaten

Ev.-Luth. Pfarramt Buchfart-Legefeld Pfarrer Joachim Neubert Brauhausgasse 14 99438  Buchfart Telefon: 03643 909037

Erste Autobahnkirche in den neuen Bundesländern

Entstehungsgeschichte

Die Autobahnkirche Gelmeroda ist in erster Linie Gemeindekirche und als Feininger-Kirche bekannt. Ihre Ursprünge reichen zurück bis ins 12. Jahrhundert. Zwischen 1975 und 1991 gaben verschiedene Umbauarbeiten der baufälligen Kirche ihre heutige Gestalt. Sie erfolgten auf Initiative des damaligen Gemeindepfarrers Rainer Berlich und wurden durch die Bürger Gelmerodas maßgeblich unterstützt. Die Partnergemeinde in Württemberg regte an, die Gemeindekirche auch als Autobahnkirche zu öffnen, und so wurde Gelmeroda 1994 die erste Autobahnkirche in den neuen Bundesländern.

Weltbekannt durch Feininger

Architektur und Kunst

Die Kirche blickt auf eine Geschichte zurück, die bis ins 12. Jahrhundert zurückgeht. Ihre Fundamente stammen aus romanischer Zeit, und sie wird 1381 erstmals urkundlich erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche dann mehrfach grundlegend umgebaut. Aus den verschiedenen Abschnitten sind bis heute kunsthistorische Elemente sichtbar. Das älteste sind die Reste einer byzantinischen Secco-Malerei im Tonnengewölbe der Kirche, sie stammen aus dem Jahr 1381. Zu sehen sind die äußeren Formen einer Vorzeichnung in Ocker und Rot. Sie zeigen Szenen aus dem Leben einer Heiligen. Ebenfalls sehr alt sind das Sakramentshäuschen von 1413 und das gotische Fenster aus dem Jahr 1500. Der hohe, spitze Turmhelm stammt wahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert. Schließlich gibt es noch eine Barock-Kanzel aus dem Jahr 1713, sie  ist bis heute in ihrer ursprünglichen Form erhalten.

Weltweit bekannt wurde die Kirche durch die expressiven, kubistischen Gemälde des deutsch-amerikanischen Künstlers Lyonel Feininger (1871 – 1956). Der Künstler hinterließ neben Ölgemälden unzählige Zeichnungen, Holzschnitte und Aquarelle. Ein Lieblingsmotiv Feiningers war die Kirche von Gelmeroda. Dabei bevorzugte er den Blick auf die Ost- und Nordfassade der Kirche. Die prismatisch strukturierten Bilder inspirierten später die eindrucksvolle Lichtskulptur, die der Designer und Architekt Peter Mittmann 1998 entwarf. Die Skulptur strahlt die Kirche auf eine besondere Weise an und nutzt dazu 28 witterungssensible Farbstrahler, die auf Luftfeuchtigkeit, Partikeldichte und Dunkelheit reagieren. Am eindrucksvollsten ist der Anblick bei Nebel, Regen oder Schnee.

 

Eingebettet im Dorf

Umgebung

Die Autobahn- und Gemeindekirche liegt vor den Toren Weimars, am Rande Gelmerodas. Sie wird durch die Einbettung in das Dorf und durch das umgebende Busch- und Mauerwerk vom Straßenlärm gut abgeschirmt. An der B 85 Richtung Gelmeroda/Weimar liegt gegenüber der Einfahrt zur Autobahnkirche auf der rechten Seite eine Tankstelle.