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| 18. Ökumenische Autobahnkapelle "Jesus - Brot des Lebens", Groß-Hesepe |
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| Autobahnkapelle "Jesus - Brot des Lebens" an der BAB Emden-Bottrop, zwischen den Anschlussstellen Twist und Geeste auf dem Rastplatz "Heseper Moor" |
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| Die Autobahnkapelle ist von der Autobahn nur in Fahrtrichtung Lingen/Oberhausen zu erreichen. Sie wird auf separaten Schildern bei 500 m und 200 m vor dem Parkplatz in einer ausreichenden und auffälligen Weise angekündigt. |
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| Die Autobahnkapelle befindet sich an der A 31 Emden-Bottrop zwischen den Anschlussstellen Twist und Geeste, auf dem Rastplatz "Heseper Moor". |
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| Vor der Kirche befinden sich ausreichend Parkplätze, so dass auch Pkw, Busse und Lkw problemlos parken können. |
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| Fußgänger und Radfahrer können die Autobahnkapelle von Groß-Hesepe aus erreichen. Von der Süd-Nord-Straße nahe des Groß-Heseper Ortsteils Torfwerk führt bei einer Kompostierungsanlage eine Brücke über die Autobahn, an die sich (rechts) ein befestigter Weg zur Autobahnkapelle anschließt. |
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| Unmittelbar vor der Kapelle wurden zwei Parkplätze für Behinderte angelegt. Zudem wurde der Bordstein vor der Kapelle zweckmäßig gesenkt, so dass Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte die Kapelle gut erreichen können. |
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| Die Autobahnkapelle liegt direkt an einem neu angelegten Rastplatz, auf dem sich neben mehreren Sitzmöglichkeiten eine Toilettenanlage befindet. Der Rastplatz ist durch einen Hügel von der Autobahn getrennt. Dieser dient gleichzeitig als Sicht und Lärmschutz. Durch seine familienfreundliche, natürliche Anlegung wirkt der Ort sehr friedlich und einladend. Darüber hinaus bietet das Emsland sehenswerte und attraktive Angebote in der näheren Umgebung. An der Abfahrt Geeste befindet sich das Emsland Moormuseum, das neben der Dokumentation des mühevollen Weges von der Moorkolonisation zur heutigen, industriellen Abtorfung, eine ca. 20 ha große Hochmoorfläche und einen Maschinenpark im Freien bietet (Tel.: 0 59 37 / 70 99 90). In der Nachbargemeinde öffnet jeden Sonntagnachmittag (und nach Vereinbarung) im Twister Heimathaus das Erdölmuseum (Tel.: 0 59 36 / 93 30 32, Internet: www.erdoel-erdgas-museum.twist.de). In den Sommermonaten lädt insbesondere der Geester See (zwischen Geeste und Biene an der B 70) mit einem 850 Meter langen Badestrand, nicht nur Surfer und Segler, zur Erholung ein. Radfahrer sollen in Zukunft auf einem geführten "Ökumenischen Radweg" neben der Autobahnkapelle weitere Stationen wie die Kriegsgräbergedenkstätte, die über 800 Jahre alte St.-Nikolaus-Kirche in Groß-Hesepe oder die Kapelle in Klein-Hesepe besuchen können. |
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| Bereits im Raumordnungsverfahren im Jahr 1978 zur Planung der Autobahn A 31 haben der Heimatverein und die Ratsherren aus Geeste/Groß-Hesepe den Wunsch geäußert, eine Autobahnkapelle zu bauen, um Reisenden die Möglichkeit zur Einkehr und Stille zu bieten und sie zu einem Gebet einzuladen. Im darauf folgenden Planfeststellungsverfahren teilte das Niedersächsische Landesamt für Straßenbau mit, dass keine Bedenken gegen die Planung und den Bau einer Andachtskapelle am Rastplatz "Heseper Moor" bestehen würden. Auf der Dekanatspastoralkonferenz wurde diese Idee ebenfalls sehr begrüßt. 1997 wurde ein Förderverein ("Autobahnkapelle Emsland e.V.") gegründet, dessen Aufgabe es sein sollte, sich um die Planung, Förderung, Finanzierung und Unterhaltung zu bemühen. Der Bau konnte durch Spenden gelingen. Im Vorstand des Fördervereins arbeiten die Pfarrer der katholischen, der evangelisch-reformierten und der evangelisch-lutherischen Kirche zusammen. Bei der Planung wurde daher auf eine ökumenische Gestaltung der Kapelle sehr viel Wert gelegt. Am 12. November 2000 wurde die Kapelle mit einem ökumenischen Gottesdienst am Rastplatz "Heseper Moor" eingeweiht. |
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| Bei der Planung der Autobahnkapelle hat man sich ganz bewusst für eine in Farbe, Form und Gestaltung traditionelle Bauweise der Region im emsländischen Stil entschieden. Die Kapelle erinnert an ein emsländisches Backhaus/Brothaus, das sich mit seinen original Torfbrandziegeln der Landschaft anpasst. Das Dach ist in naturrot gehalten und mit Hohlpfannen eingedeckt. Der Klinkerbau mit gemauerten Fensterbänken, halbrunden Holzfenstern und Türen wirkt trotz seiner kompakten Form erhaben. Auffällig ist der abgesetzte Schornstein, der als Glockenturm dienen soll. Die Eingangstür ist aus Mooreiche gefertigt. Die Nutzfläche der Kapelle beträgt ca. 59 m2 und 358 m2 umbauter Raum. Die Außenbebauung in Tonziegeln mit Findlingen abgesetzt und eine standortgerechte Bepflanzung runden das Gesamtbild ab. Die künstlerische Gestaltung des Innenraumes ist auf den Gesamtstil der Kapelle abgestimmt. Dennoch wird deutlich, dass es sich um einen Kirchenraum des 21. Jahrhunderts handelt. Die Gestaltung von Fenstern, Altar und Wandkreuz in moderner zeitgemäßer Form steht in Kontrast zur Architektur. Die Wände sind in gelb-oranger Farbe und Schwammtechnik gestrichen. Sichtbare Balken und Dachstuhlpfetten sowie Rauputz und tongebrannte Fliesen vermitteln eine angenehme, warme und einladende Atmosphäre. Die Kapelle trägt den Namen "Jesus - Brot des Lebens". Brot hat in der Region des Bourtanger Moores immer eine bedeutende Rolle gespielt. Der Ausspruch "Des ersten Tod, des zweiten Not und des dritten Brot" diente hier als Grundlage für die Namensgebung der Kapelle. |
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| Die Fenster sind in warmem Goldgelb bis feurigem Blutrot mit zum Teil blitzartigen weißen "Lichtstrahlen" gehalten und werden durchschnitten von harten blauen bis grünblauen Geraden. Die Szenen der Altarfenster verweisen auf Gotteserfahrungen bzw. Offenbarungen, die von biblischen Personen auf ihrem Weg erlebt wurden. Im linken Fenster erkennt man die Jakobsleiter (Gen 28,12), im rechten die Emmausjünger (Lk 24,13). In fünf kleineren Fenstern wird mit entsprechenden Bibelstellen auf Worte Jesu verwiesen. Das große Seitenfenster erinnert an die insgesamt 15 Konzentrations- und Gefangenenlager, die im Emsland zwischen 1933-45 errichtet wurden. Die Kapelle liegt in der Nähe der ehemaligen Emslandlager Groß-Hesepe-Fullen. Der Altar, ein Stipes aus dunkel gefärbtem Beton, assoziiert Torf oder erinnert, bedingt durch die aufgetragene Struktur, an Äcker und Felder. Die kreisrunde Mensa aus Sandstein ist einem Mühlenstein ähnlich und bezieht sich sowohl auf das Thema "Backen/Brot", als auch auf den "runden Tisch", als Zeichen für Ökumene. Im Wandkreuz aus dunkel gefärbtem Beton mit roten Terrakotta-Elementen, die durch ihre Bearbeitung Aggression und dadurch erlittenes Leid versinnbildlichen, werden geometrische Formen von Quadrat und Kreis aus dem Altar wieder aufgenommen, wobei der Kreis hier als offenes Feld, quasi als Leere in Erscheinung tritt. In dieser Leere ist nicht eine der vielen Möglichkeiten von Christusdarstellungen zu sehen, sondern es erscheinen aus Terrakotta geformte Figuren, die den Ausspruch "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich unter ihnen" verdeutlichen sollen. |
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| In einer Nische, rechts neben dem Eingang, befindet sich ein "baumförmiger" Kerzenständer vor einem an der Wand angebrachten Abendmahlbild. Eine Kniebank vor dem Kerzenständer lädt mit einer ausgelegten Bibel zur Betrachtung ein. Dort findet man auch das Anliegenbuch. Der Schriftenstand, der regelmäßig von Vertretern der evangelisch-reformierten, der katholischen und der evangelisch-lutherischen Kirche bestückt wird, befindet sich links neben dem Eingang. Das Angebot des Schriftenstands ist daher sehr umfangreich. Es können kostenlos sowohl Taschenbücher, geistliche Hilfen sowie Gebete für unterwegs oder Gebete für jeden Tag, religiöse Texte oder Postkarten mitgenommen werden. |
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| Die Kapelle ist ganzjährig Tag und Nacht geöffnet. Regelmäßige Andachten und Gottesdienste werden nicht angeboten, können aber jeder Zeit, auch unangemeldet, gefeiert werden. Die Kapelle bietet etwa 60 Besuchern Platz. |
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Förderverein Autobahnkapelle Emsland e.V.
Vorsitzender: Heiner Schwering
Kirschenstraße 9
49744 Geeste
Tel.: (0 59 37) 13 66
oder:
Pastor i. R. Diedrich Kohnert
Tel.: (0 59 37) 9 86 60
oder:
Ev. luth. Pfarramt Dalum
Pastor Thorsten Jacobs
An der Schaftrift 46
49744 Geeste-Dalum
Tel. (0 59 37) 9 87 60
Fax: (0 59 37) 9 87 62
E-Mail: KG.Dalum@web.de
Internet: www.Kirche-Dalum.de
oder:
Katholische Kirchengemeinde St. Nikolaus
Pfarrer Jürgen Altmeppen
Pfr.-Wekenborg-Straße 2
49744 Geeste-Groß Hesepe
Tel.: (0 59 37) 9 15 90
E-Mail: st.nikolaus-grosshesepe@kg.bistum-os.de |
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